Der Beitrag stellt nach einer kurzen bildungshistorischen Einleitung die Situation für den Hochschulzugang mit beruflichen Qualifikationen sowie die Bedingungen für Anerkennung und Anrechnung und berufsbegleitende Formen der Studienorganisation in Österreich dar. Bei allen Hochschultypen und insbesondere unter Berücksichtigung der berufsbildenden höheren Schulen zeigt sich ein relevanter Anteil von Hochschulzugelassenen mit beruflicher Vorbildung; allerdings mündet diese Vorbildung in aller Regel keine curriculare oder hochschuldidaktische Würdigung. Eine effektive Verbreiterung des Hochschulzugangs durch Doppelqualifizierungslösungen von beruflichem Abschluss und Hochschulzugangsberechtigung nach gymnasialem Modell werden ohne weitreichende Änderungen in den Hochschulen möglich. Diese Anpassungsleistungen beruflicher Bildungsgänge an gymnasiale Programmatik bestärken eher den Strukturkonservativismus im Hochschulsystem als dessen Dynamisierung.
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Zitieren
Schlögl, P. (2019). Pragmatik, Mimesis und manifester Konservativismus. In: Durchlässigkeit zwischen beruflicher und hochschulischer Bildung (S. 494–514). Opladen, Farmington Hills: Verlag Barbara Budrich.


