In der Tat gab es immer wieder auch den völligen Wegfall von Arbeit (vgl. Palla 2014), auch hoch qualifizierter, berufsförmiger Arbeit durch technische Innovationen (etwa die systematische Dequalifizierung der Setzer durch die Offset-Flachdrucktechnik ab den 1960er Jahren) oder Verlagerung von arbeits- oder energieintensiven Fertigungsverfahren in andere Regionen der Welt. Aber in den meisten Fällen fand man nach einer Phase der Systematisierung und Katalogisierung der neuen Wissensbestände sowie angepasster Arbeits-, Fertigungs- und Vertriebsprozesse mit wenigen neuen Berufsbildern und zumeist curricularen Anpassungen bestehender Ausbildungsordnungen das Auslangen. Der Beitrag verhandelt ob es sich beim Thema Digitalisierung demnach eigentlich nur um ein more of the same der laufenden Aktualisierung beruflicher Bildung handeln kann oder eine Revolution mit schon längerer Ankündigung (Röben 2017)? Dabei wird auf Konzepte der intellektuellen Tugenden zurückgegriffen und dem Berufskonzept gegenüber gestellt.
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Digitalisierung – oder: Wenn Technik nicht Probleme löst, sondern erneut eine Bestimmung beruflicher Handlungsfähigkeit herausfordert
Schlögl Peter
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Schlögl, P. (2018). Digitalisierung – oder: Wenn Technik nicht Probleme löst, sondern erneut eine Bestimmung beruflicher Handlungsfähigkeit herausfordert. In: Bildung 2.1 für Arbeit 4.0? (S. 303–318). Wiesbaden: Springer VS.


